
Hier also ein paar Beispiele, was man alles mit dem Hund tun kann, um ihn zu beschäftigen. Natürlich muss auf individuelle Vorlieben, dem Charakter und der Gesundheit des Hundes acht gegeben werden. Nur so kann man zusammen Spaß in der Freizeit haben.
Klassische Ausbildungen
Obedience
Unterordnung (als Teil des VPG-Sports = Vielseitigkeit)
Fährten (als Teil des VPG-Sports)
Schutzhund (als Teil des VPG-Sports)
Dummyarbeit
Andere Ausbildungen
Rettungshundearbeit, Lawinenspürhunde, Mantrailing
Flächensuche, Trümmersuche
Zielobjektsuche (ZOS)
Turnierhundsport (THS)
Service-Dog (Behindertenbegleithund),
Blindenführhunde
Fun-Sportarten
Agility
Flyball
TrickDogging
DiscDogging
Bikejoering
Treibball
Longieren

Tanja Schweda mit Fiona
Ein Hundesport, der langsam an Bedeutung zunimmt. Man sollte jedoch akribisch zwischen "Hobby-Trailern" und dem Training für den Realeinsatz unterscheiden.
Was aber ist das nun eigentlich? Was hat der Hund hier zu leisten?
Im Gegensatz zum Fährten, bei dem Der Hund nach sog. Bodenverletzungen sucht, ist Mantrailing die Suche nach dem Individualgeruch eines Menschen. Das bedeutet in der Praxis, dass der Hund nicht unbedingt auf der Spur läuft, die der Mensch gegangen ist, sondern dort entlang, wohin der Individualgeruch getragen wurde. Das kann die nächste Häuserfront oder auch bei starkem Wind ein halber Kilometer weiter weg sein. Der Individualgeruch ist vergleichbar mit dem Fingerabdruck, da auch er bei eineiigen Zwillingen verschieden ist.
Wir Menschen haben aber nun den Nachteil, dass wir den Geruch selbst nicht wahrnehmen können. Umso wichtiger ist es, das Training gut konzipiert und überwacht aufzubauen, damit der Hund auch versteht, wonach er suchen soll. Erfahrungsgemäß klappt dies schneller als man annehmen mag.
Ich möchte hier keine Anleitung zum Aufbau des Trainings geben, da es zu viele Kleinigkeiten zu beachten gibt. Am besten sieht man sich den Sport bei Interesse (und wenn überhaupt regional vorhanden!) live an und beginnt das Training unter Anleitung erfahrener Mantrailer.
Dann steht dem Spaß nichts mehr im Weg! :)
Nur zur Info: Die Leistung gut ausgebildeter Mantrailing-Hunde ist von unschätzbarem Wert bei der Suche nach vermissten Personen! In den USA ist die Ausbildung solcher Hunde bei der Polizei wesentlich populärer und schon viele Menschen verdanken ihr Leben einem Mantrailinghund.
-> Trainer in Oberfranken
-> Der Hund - Wikipedia: Mantrailing

Die Sportart entstammt der Entwicklung, dass Schlittenhunde nicht nur im Rudel, sondern auch vermehrt als Einzelhunde gehalten werden. Damit ergab sich das Problem, wie nun der Hund ausgelastet werden kann. Nicht Jeder hat die Möglichkeit, seinen Hund mit einem Team vor einen professionellen Rennwagen bzw. Schlitten (Pulkasport) zu spannen, sodass nach alltagstauglicheren Lösungen gesucht wurde, bei denen es auch weniger teurem Zubehör bedarf.
Dieser Trend entwickelt sich auch aktuell noch weiter. So gibt es nun Sportarten wie Canicross, wo der Hund beim Joggen über einen Bauchgurt vorweggespannt wird, Skijöring, bei dem der Mensch zusätzlich auf Skiern steht, Sccotering mit einem "Tretroller"
oder eben Bikejöring (sprich Fahrrad). Der Kreativität sind dabei fast keine Grenzen gesetzt - so gibt es auch Hundeführer, die sich beim Inlineskaten ziehen lassen (können -> Dogscootering).
Wichtigste Vorraussetzung bei diesen Zugsportarten ist natürlich die absolute Gesundheit des/der Vierbeiner/s. Eine Untersuchung auf ED, HD, dem Herz-Kreislaufsystem etc. sollte eine Selbstverständlichkeit sein, wenn man mit diesem Sport beginnen möchte. Nicht ganz unerheblich ist sicherlich auch die eigene Reaktionsgeschwindigkeit bzw Risikofreude (Baum ich kommeee...) und das Temperament des Vierbeiners.
Zum Bikejöring: Ein passendes Zugeschirr (vorzugsweise X-Back) und eine ruckgedämpfte Zugleine sind ein absolutes MUSS.
Steht nun nichts mehr im Weg, beginnt man zunächst damit, dem Hund überhaupt das Ziehen auf Kommando beizubringen (leinenführigen Wautzis fällt das mitunter schwerer), gefolgt von dem Einstudieren der Richtungen. Bei den Mushern ist gee rechts und howl links, aber man kann sich natürlich auch selbst Befehle aussuchen.
Am leichtesten lernt es sich in einer Gruppe erfahrener Zughunde. Zusätzlich ist dort auch die Motivation höher. Viele Hund geben erst recht und vor allem auch dauerhaft Gas, wenn noch ein anderer mitläuft. Sie pushen sich gegenseitig hoch. Aber nie vergessen: Der Weg ist das Ziel!!
Angefangen wird i.d.R mit 100m Distanz. Danach gibt es zur Belohnung etwas, was den Hund motiviert. Später baut man diese Pausen dann strategisch so ein, dass der Hund von "Motivationsinsel" zu Motivationsinsel läuft und somit ein Ziel vor Augen hat. Huskies rennen oft um des Rennens Willen, aber die meisten anderen Rassen rennen, um etwas anderes zu erreichen (Beute, Futter,...).
Bei längeren Strecken UNBEDINGT auf genügend Wasser achten. Idealerweise flöst man dem Vierbeiner schon VOR der Tour viel Wasser ein, reicht im zwischendurch immer welches und ebenfalls danach. Der Wasserverbrauch bei dieser Arbeit ist enorm und eine Dehydrierung kommt schnell.
Typische Befehle:
Hike/ Go = Start
Heja = schneller
Easy = langsamer
Gee (gesprochen Dschii) = Rechts
Haw = Links
On By = Weiter
Whoooooa =Stopp
Intereressante Website, die allgemein über den Zughundesport informiert: zughundesport.de
Speziell zum Bikejöring: laufhundesport.wordpress.com
Und für die Schlittenhundbegeisterten noch die Seite des Fränkischen Schlittenhund Sportclubs (FSSC)
Letzte Änderung: 28.01.2010